Präventionsarbeit gegen sexuellen Missbrauch

Die verheerenden Vorfälle auf dem Campingplatz in Lügde waren ausschlaggebend, in diesem Schuljahr ein Präventionsprojekt gegen sexuellen Missbrauch für alle Schülerinnen der Schule zu starten. Denn gerade Mädchen mit geistiger Behinderung sind besonders gefährdet, Opfer zu werden. Nach einer Studie der Universität Bielefeld von 2013 sind Mädchen und Frauen mit Behinderung allen Formen von Gewalt deutlich häufiger ausgesetzt als Frauen im Bevölkerungsdurchschnitt. 25 Prozent der Frauen mit einer geistigen Behinderung gaben an, in ihrer Kindheit und Jugend sexuellen Missbrauch erfahren zu haben. 

Um die Schülerinnen unserer Schule bestmöglich vor Missbrauch zu schützen, werden regelmäßig entsprechende Handlungsmöglichkeiten trainiert und Hilfsangebote aufgezeigt. Für das Präventionsprojekt in diesem Schuljahr kam die Theaterpädagogische Werkstatt Osnabrück in unsere Schule: Die Schauspieler führten an drei Vormittagen das Theaterstück „Lilly & Leo“ auf, das speziell auf Schülerinnen mit dem Förderbedarf geistige Entwicklung zugeschnitten ist. Ziel des Projektes was es, die Schülerinnen stark zu machen, ihnen Ich-Stärke zu geben, um in Gefahrensituationen deutlich „Nein“ sagen zu können.

Die Kosten für das Präventionsprojekt betrugen insgesamt 968,40 EUR. Der Förderverein der Schule konnte den Verein „Menschen gegen Kindesmissbrauch e.V.“ in Mülheim gewinnen, das Projekt zu 100% zu finanzieren.